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Portrait der Kursleiterin:
Lina Delgehausen

Theater der Generationen
ein Projekt für alle Generationen von 0 - 99


Nach ihrem Staatsexamen für Grund-, Haupt- und Realschullehramt an der Universität Hannover begann Lina Delgehausen die Zusatzausbildung zur Diplom- Theaterpädagogin an der FH Osnabrück (Standort Lingen).
Schon während ihrer Studienzeit war sie als freischaffende Theaterpädagogin und Schauspielerin in ganz Deutschland tätig. Bis April 2006 leitete sie u.a. in und um Hannover an verschiedenen Schulen und Jugendzentren Theater- und
Tanzprojekte, sowie Kurse für Kinder und Jugendliche. Zudem spielte sie in verschiedenen Kinder- und Jugendtheaterproduktionen mit und tourte mit mobilen Produktionen durch ganz Niedersachsen. In Hannover gründete sie
zwei Improtheatergruppen („Impro al dente“ und „Galatea-Effekt“). Seit 2006 spielt sie beim Improvisationstheater in Regensburg.
In der Spielzeit 2007/2008 war Lina Delgehausen als Theaterpädagogin und Schauspielerin am Theater Regensburg engagiert. Seit September 2008 ist sie freiberuflich als Theaterpädagogin und Schauspielerin tätig und arbeitet für
verschiedene Institutionen (u.a. Universität, Mehrgenerationenhaus, Schulen, VHS) sowie an der Gründung eines theaterpädagogischen Zentrums.






 

 

 

 



Hölleluja – oder ist denn das höchste Gericht korrupt?

Vorerst zum letzten Mal ging im Mai der Vorhang im Mehrgenerationenhaus auf.

Eine Vorbereitungszeit von über einem Jahr hat die Theatergruppe „Bunte Bühne“ vom Mehrgenerationenhaus hinter sich. Und nun hat sich der Vorhang zum vorerst letzten Mal für die 12 Kinder, Jugendlichen, Männer und Frauen im Alter von 8 bis 77 Jahren geöffnet. „Hölleluja – und gibt es wohl Korruption auch beim jüngsten Gericht?“ wurde auf die Bühne gebracht. Mit Schauspielerin und Theaterpädagogin Lina Delgehausen wurde das Stück entwickelt und geschrieben, geprobt und das Bühnenbild entwickelt, und die Requisiten zusammengestellt.

Zu insgesamt vier verschiedenen Spielstätten im Haus wurde das Publikum geführt, eskortiert vom höchsten Gericht. Zu Sigi, dem Schlagersänger und seiner Managerin, die ihn eigentlich immer übers Ohr haut oder zu den zwei verfeindeten Schwestern, die unterschiedlicher nicht sein könnten und zu dem älteren Ehepaar, das aus einer Adoption ein riesiges Geheimnis macht. Bis dann alle im Wartezimmer des Universums feststellen müssen, dass sie ihre Zeit von nun an nicht mehr auf der Erde verbringen können.

Eines haben alle gleich: Durch die Entscheidung des höchsten Gerichts werden alle Paare getrennt und sehnen sich ab sofort nach dem Partner. Jedoch haben alle das Gefühl, dass ihr Partner gar nicht so weit weg ist.
Himmel und Hölle waren auf der Bühne direkt nebeneinander gestellt, so dass die Zuschauer immer alles im Blick hatten. Und während man es in der Hölle mit viel schmutziger Arbeit zu tun hat, können die Bewohner des Himmels den Tag mit der Gestaltung von Wolken verbringen. Doch die Sehnsucht, die Sigi zum Beispiel mit seinen Gesangseinlagen zum Ausdruck bringt, ist immer da.

Bei einer Routineüberprüfung der Himmelbewohner durch das höchste Gericht zeigt sich dann ein Lösungsweg: Auf einer Besucherwolke kann man sich eine 5-minütige Kontaktmöglichkeit schaffen. Das lässt sich ein Mitglied des höchsten Gerichts allerdings gut bezahlen.
Selbst der rappende Teufel bemerkt nichts von dem falschen Spiel, das hier getrieben wird und versucht die neuen Bewohner der Hölle von den Vorzügen seines Reiches zu überzeugen.

Die Paare genießen ihre gemeinsame Zeit auf der Besucherwolke und haben natürlich Lust auf mehr. Doch die zweiten Treffen sind noch teurer – die letzten Münzen werden zusammengekratzt. Und dann fliegt alles auf: Das höchste Gericht schummelte bei der Verteilung auf Himmel und Hölle, um Profit daraus zu schlagen. Es kommt zu einer neuen Einteilung. Auch wenn keiner mehr lebendig wird, die Paare verbringen den Rest ihrer Zeit gemeinsam.

Dafür setzt sich auch das lispelnde Engelchen ein, gespielt von der 11-jährigen Elena, die das Publikum auf bezaubernde Weise durch das Haus führte.

„Zwei Vorführungen hat die Gruppe nun hinter sich“, so Lina Delgehausen, „und jetzt ist die Anspannung der Laienschauspielerinnen und –schauspieler vorbei.“

Denn: im neuen Theaterprojekt des Mehrgenerationenhauses geht´s nicht mehr darum, ein Theaterstück auf die Bühne zu bringen. Diesmal wird eine Fotogeschichte entwickelt, die beim Gassenfest präsentiert wird.

Informationen gibt es unter 507-5551.