29.regensburger tage der schülertheater
Eine Eigenproduktion des Goethe-Gymnasiums: Pop art Ein Spiel um Freundschaft, Gewalt und einen aufblasbaren Jungen
Von Ralph Mönius
nach einer Vorlage von Joe Hill
Ein Neuer kommt in eine amerikanische Mittelstufen-Klasse: Arthur Roth, genannt Art, Sohn gebildeter, liberal jüdischer Eltern, ist aufblasbar. Intellektuell und emotional hochbegabt, aber stumm, kommuniziert er über Notizen, die er auf Blockblätter schreibt.
Die nette Lehrerin bekommt nicht mit, dass Art wegen seine Andersartigkeit sehr schnell zur Zielscheibe gelangweilter Mitschüler wird. Als diese handgreiflich werden, wacht Joe auf, ein bis dahin dumpf in sich versunkener, wegen gelegentlicher Aggressionsausbrüche von den anderen gefürchteter Junge. Der offene, vertrauensvolle Arthur ist der erste Mensch seit langem, der Joe innerlich berührt.
Er nimmt seinen neuen Freund mit nach Hause, wo sein Vater die Tage mit Bier, Zigaretten und Fernsehen verdämmert. Joes Mutter hat die Familie vor Jahren verlassen. Mr. Hill begegnet Art zunächst mit einer Mischung aus Ignoranz und vorurteilsgeladener Feindseligkeit. Bald sieht er Art als Konkurrenten an. Er besorgt einen bissigen Hund, der den aufblasbaren Jungen beißt.
Joe kann auf weitere Übergriffe auf Art durch Mitschüler nur mit Gegengewalt reagieren.
In seinem intakten Elternhaus kann Art sich zwar immer wieder „aufpumpen“ lassen, jedoch wird er zunehmend müde: „Mir geht einfach die Luft aus.“
Mit Joes Hilfe und einem Bündel Luftballons verwirklicht er schließlich seinen Traum – er fliegt ins Weltall.
In der Schluss-Szene begegnet der College-Student Joe, der im der Rahmenhandlung des Stückes als Erzähler auftritt, einem aufblasbaren Mädchen …
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